

Anonyme und pflegefreie Beisetzung
Nicht jede Familie kann oder möchte ein Grab pflegen. Es gibt Grabarten ohne Pflegeaufwand, mit Namen oder ganz ohne. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede.
Anonym ist nicht dasselbe wie pflegefrei
Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt. Der Unterschied ist wichtig, weil er sich später nicht mehr korrigieren lässt.
Anonym heißt: Es gibt keinen Namen und keine Kennzeichnung. Die genaue Stelle erfahren auch die Angehörigen nicht. Sie können auf die Wiese gehen, aber nicht an ein bestimmtes Grab.
Pflegefrei heißt: Es gibt einen Namen und eine feste Stelle, aber keine Verpflichtung zur Pflege. Der Friedhof mäht und pflegt die Fläche. Das ist die Variante, die wir den meisten Familien empfehlen.
Erfahrungsgemäß bereuen Angehörige die anonyme Variante häufiger, als sie es vorher erwarten. Ein Name kostet meist nur wenig mehr. Deshalb sprechen wir das im Beratungsgespräch an.

Diese Grabarten kommen infrage
Welche Formen angeboten werden, hängt vom Friedhof ab. Wir kennen die Satzungen in Dortmund, Castrop-Rauxel, Herdecke, Lünen, Unna und Kamen.
- Rasengrab mit Namensplatte, vom Friedhof gemäht
- Gemeinschaftsgrabanlage mit gemeinsamer Namenstafel
- Urnenwand oder Kolumbarium mit Inschrift
- Anonymes Urnenfeld ohne jede Kennzeichnung
- Baumbestattung im RuheForst, ebenfalls pflegefrei
- Dauergrabpflege über einen Vertrag mit dem Friedhofsgärtner
Was die einzelnen Formen kosten
Bei uns rechnen Sie für die anonyme Beisetzung ab 560 Euro Zusatzkosten. Darin enthalten sind die Gebühren des Krematoriums, die zweite ärztliche Untersuchung und der Versand der Urne zum Beisetzungsort.
Für ein anonymes Rasengrab auf einem Dortmunder Friedhof fallen rund 430 Euro Friedhofsgebühr an. Der Betrag gilt einheitlich für alle Friedhöfe im Stadtgebiet. Diese Summe deckt die Grabstätte und die Beisetzung der Urne ab.
Woran Sie vor der Entscheidung denken sollten
- Gibt es Angehörige, die einen Ort zum Hingehen brauchen? Auch wenn sie es heute anders sagen, ändert sich das nach einem Todesfall oft.
- Wohnen Kinder oder Enkel weit weg? Dann ist pflegefrei sinnvoll, anonym aber nicht zwingend.
- Wie hoch sind die Folgekosten? Ein pflegefreies Rasengrab kostet einmalig mehr, spart aber jährliche Ausgaben für Bepflanzung und Gießen.
- Eine anonyme Beisetzung lässt sich nicht rückgängig machen. Ein Name kann später nicht mehr ergänzt werden.
Was Angehörige dazu fragen
Können wir bei einer anonymen Beisetzung dabei sein?
Auf den meisten Friedhöfen nicht. Die Beisetzung erfolgt zu einem nicht bekannt gegebenen Zeitpunkt, oft gesammelt mit anderen. Wenn Ihnen die Anwesenheit wichtig ist, wählen Sie besser ein pflegefreies Rasengrab. Dort können Sie dabei sein.
Was kostet ein pflegefreies Grab im Vergleich?
Ein Rasengrab mit Namensplatte liegt bei den meisten Friedhöfen in unserer Region etwa 300 bis 700 Euro über dem anonymen Feld. Dafür bekommen Sie einen Namen, eine feste Stelle und dürfen bei der Beisetzung dabei sein.
Ist eine anonyme Bestattung immer die günstigste Lösung?
Nicht unbedingt. Eine Seebestattung ohne Begleitung oder eine anonyme Beisetzung liegen preislich ähnlich. Rechnen Sie beides durch. Im Kostenkalkulator sehen Sie die Unterschiede sofort.
Übernimmt das Sozialamt die Kosten, wenn kein Geld da ist?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn die bestattungspflichtigen Angehörigen die Kosten nicht tragen können, übernimmt das Sozialamt eine einfache, würdige Bestattung. Wir führen Sozialbestattungen durch und helfen Ihnen beim Antrag.
Kann ich später doch noch einen Grabstein aufstellen?
Auf einem anonymen Feld nicht. Bei einem Rasengrab hängt es von der Friedhofssatzung ab. Meist ist eine liegende Namensplatte in fester Größe vorgeschrieben. Wir prüfen das für den konkreten Friedhof.
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Sprechen Sie mit uns, bevor Sie sich festlegen.
Wir erklären jede Möglichkeit und sagen offen, was sie kostet. Das Beratungsgespräch ist kostenfrei und verpflichtet zu nichts.