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Maiko Maaz hält die Trauerrede bei einer Trauerfeier
Dortmund

Trauerfeier in Dortmund: Orte, Ablauf und Kosten

Friedhofskapelle, Kirche, ein freier Ort oder draußen am Grab. In Dortmund haben Sie mehr Möglichkeiten, als die meisten Familien im ersten Gespräch vermuten. Was die Entscheidung erleichtert, ist die Frage nach der Zeit.

Vier Formen des Abschieds

Eine Trauerfeier ist keine Pflicht. Das deutsche Recht verlangt eine Bestattung, keine Feier. Trotzdem entscheiden sich fast alle Familien dafür. Der Grund ist praktisch: Es braucht einen Tag, an dem man zusammenkommt, sonst findet der Abschied nicht statt.

Vier Wege sind in Dortmund üblich.

  • Die kirchliche Feier. In der Kirche oder in der Friedhofskapelle, mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin, nach der Ordnung der Gemeinde. Der Weg, wenn der Verstorbene in der Kirche war.
  • Die freie Feier. Ohne liturgischen Rahmen, mit einer Rede, die von diesem Menschen erzählt. Dazu Musik, die er gehört hat. Wir halten sie im eigenen Haus.
  • Die Feier am Grab. Draußen, kurz, ohne Kapelle. Für kleine Familien und bei Waldbestattungen die naheliegende Form.
  • Die stille Beisetzung. Ohne Feier und ohne Gäste. Manchmal ausdrücklich gewünscht, manchmal die einzige Form, die eine Familie gerade tragen kann.

Keine dieser Formen ist würdiger als eine andere. Was zählt, ist, dass die Familie damit hinterher gut leben kann.

Die Orte

Wo eine Trauerfeier in Dortmund stattfinden kann

Die Wahl des Ortes bestimmt mehr als die Optik. Sie bestimmt, wie viel Zeit Sie haben und wie frei Sie gestalten können.

Friedhofskapelle

Auf fast jedem Dortmunder Friedhof vorhanden, von Brackel bis Mengede. Direkt am Grab, kein Umweg. Zeitfenster von 30 bis 45 Minuten, Orgel oder Musikanlage vorhanden. Die Gebühr liegt bei rund 280 Euro für 30 Minuten.

Kirche im Stadtteil

Katholisch oder evangelisch, in Hörde, Aplerbeck, Wellinghofen, Brackel und allen anderen Stadtteilen. Der Rahmen steht fest, dafür trägt er auch, wenn der Familie selbst die Worte fehlen.

Hofgut Middendorf

Für eine freie Feier ohne festes Zeitfenster. Platz für eine längere Feier mit Kaffee danach, ohne dass die nächste Trauergemeinde schon draußen wartet.

Draußen am Grab oder im Wald

Am offenen Grab auf dem Friedhof oder am Baum im RuheForst Cappenberg. Kurz, schlicht und wetterabhängig. Bei Waldbestattungen die häufigste Form.

Unser Abschiedsraum in Hörde

Für die Abschiednahme vor der Feier stehen unsere Räume in der Stockholmer Allee 25 zur Verfügung. Dort können Sie in Ruhe und auch mehrfach kommen, ohne Termin im Viertelstundentakt. Für eine große Trauerfeier mit vielen Gästen ist dieser Raum nicht gedacht, für den stillen Abschied im engsten Kreis sehr wohl.

Wenn die Beisetzung weit weg ist

Bei einer Seebestattung, einer Waldbestattung oder einer Beisetzung in den Niederlanden liegt der Ort der Beisetzung Stunden entfernt. Dann halten wir die Feier vorher in Dortmund. So können auch die Gäste Abschied nehmen, die die Fahrt nicht schaffen. Das ist der Weg, den die meisten Familien in dieser Lage wählen.

Der wichtigste Punkt

Die Frage, die alles entscheidet: wie viel Zeit

Im ersten Gespräch fragen Familien nach Blumen, nach Musik und nach dem Sarg. Die Frage, die den Tag am Ende prägt, ist eine andere: Wie viel Zeit haben wir in diesem Raum?

Eine Friedhofskapelle ist im Takt belegt. 30 oder 45 Minuten, dann kommt die nächste Trauergemeinde. Das reicht für eine Rede, zwei Musikstücke und den Gang zum Grab. Es reicht nicht für fünf Menschen, die etwas sagen möchten. Es reicht auch nicht für eine Pause, wenn jemand nicht weitersprechen kann.

An einem freien Ort gibt es dieses Fenster nicht. Dort dauert die Feier so lange, wie Sie möchten. Das kostet mehr und es verlangt mehr Vorbereitung. Dafür entsteht etwas, das sich nicht nach Termin anfühlt.

Unsere Empfehlung ist einfach. Zählen Sie vorher, wie viele Menschen sprechen oder spielen möchten. Bei zwei bis drei Beiträgen reicht die Kapelle. Ab vier sollten Sie über einen freien Ort nachdenken, sonst wird der Abschied zu einem Zeitplan.

Der Tag

Wie eine Trauerfeier abläuft

  1. Eine Stunde vorher. Wir sind vor Ort, stellen Blumen und Kerzen auf, prüfen die Technik und legen die Trauerkarten aus.
  2. Ankunft der Gäste. Musik läuft, die Familie steht meist vorn. Wer möchte, begrüßt am Eingang, wer nicht möchte, muss das nicht.
  3. Eröffnung. Ein Musikstück, dann die Begrüßung. Bei einer freien Feier übernimmt das der Redner, bei einer kirchlichen die Pfarrerin oder der Pfarrer.
  4. Die Rede. 10 bis 20 Minuten. Sie erzählt von diesem Menschen, nicht allgemein über den Tod.
  5. Beiträge der Familie. Worte, ein Gedicht, ein Brief, ein Musikstück. Wir sagen vorher, wer wann dran ist, damit niemand rätseln muss.
  6. Abschluss im Raum. Ein letztes Musikstück, dann der Gang zum Grab.
  7. Am Grab. Die Beisetzung, danach die Möglichkeit, Blumen oder Erde zu geben. Die Familie steht zuerst, danach die Gäste.
  8. Danach. Viele Familien gehen anschließend zusammen essen. Wir nennen Ihnen Gasthäuser in der Nähe des jeweiligen Friedhofs, die Trauerkaffee anbieten.

Wer berät, ist bei uns auch am Tag der Beisetzung dabei. Sie stehen nicht vor einem fremden Mitarbeiter, der Ihre Familie zum ersten Mal sieht.

Abschiedsraum mit Kerzen und Blumenschmuck

Die Rede hält der Mensch, der mit Ihnen gesprochen hat.

Maiko Maaz schreibt und hält die freie Trauerrede selbst, nach einem ausführlichen Gespräch mit Ihrer Familie.

Gestaltung

Musik, Rede und was Sie selbst beitragen können

Musik

Alles ist möglich: Orgel, ein Lieblingslied von der Aufnahme, ein Chor, eine Geige, ein Saxofon. Wir brauchen Dateien ein bis zwei Tage vorher, damit die Technik im Raum geprüft ist. Bei live gespielter Musik klären wir mit dem Friedhof, ob der Raum dafür zugelassen ist.

Ein Hinweis aus der Erfahrung: Zwei bis drei Stücke tragen eine Feier. Fünf machen sie lang, ohne dass mehr entsteht.

Die Rede

Für eine freie Rede setzen wir uns vorher mit Ihrer Familie zusammen, meist eine bis zwei Stunden. Wir fragen nach dem Beruf, nach Eigenheiten, nach dem, was in der Familie erzählt wird. Aus diesem Gespräch entsteht die Rede. Sie bekommen sie auf Wunsch vorher zu lesen und anschließend schriftlich.

Blumen

Sargschmuck oder Urnengesteck, dazu Handblumen für die Gäste am Grab. Wir arbeiten mit Floristen in Dortmund zusammen und zeigen Ihnen Bilder, statt Sie zwischen Katalogbegriffen wählen zu lassen.

Was Sie selbst beitragen können

  • Fotos auf einer Staffelei oder als stille Bildfolge
  • Gegenstände, die von diesem Leben erzählen: Werkzeug, Vereinsschal, Strickzeug
  • Ein Brief, den jemand aus der Familie vorliest oder den wir vorlesen
  • Ein Gedicht, auch ein selbst geschriebenes
  • Kerzen, die Enkel anzünden
  • Ein Gästebuch, in dem Gäste etwas hinterlassen können

Diese Dinge kosten in der Regel nichts und wirken stärker als jeder zusätzliche Blumenstrauß.

Kosten

Was eine Trauerfeier in Dortmund kostet

Unverbindliche Richtwerte, Stand Oktober 2026. Die Gebühr für den Friedhofsraum geht direkt an die Friedhöfe Dortmund.
PostenRichtwert
Friedhofsraum, 30 Minutenrund 280 Euro
Freie Trauerrede400 bis 600 Euro
Orgel oder Musikanlage80 bis 200 Euro
Live gespielte Musik250 bis 500 Euro
Sargschmuck oder Urnengesteck150 bis 450 Euro
Handblumen für die Gäste40 bis 90 Euro
Trauerkarten und Danksagungen90 bis 250 Euro
Traueranzeige in der Zeitung200 bis 900 Euro
Freier Ort statt Kapelleab 350 Euro Raummiete

Eine schlichte Feier in der Friedhofskapelle mit Musik und Blumen liegt damit bei 400 bis 700 Euro. Eine Feier mit freier Rede, live gespielter Musik und größerem Blumenschmuck kommt auf 1.000 bis 1.800 Euro. Der größte einzelne Posten ist häufig nicht die Feier selbst, sondern die Traueranzeige in der Zeitung.

Diese Beträge kommen zu den Kosten der Bestattung hinzu. Unsere Pakete beginnen bei 2.500 Euro für eine einfache Feuerbestattung, dazu kommen die Friedhofsgebühren der Stadt.

Wo Sie sinnvoll sparen können

Bei der Traueranzeige. Eine große Anzeige in der Tageszeitung kostet mehrere hundert Euro und erreicht heute weniger Menschen als ein Anruf in der Nachbarschaft, eine Nachricht im Verein und eine Anzeige im Onlineportal. Wir sagen das von uns aus, weil wir an der Anzeige nichts verdienen.

Nicht sparen sollten Sie an der Zeit. Eine Feier, die um zwanzig Minuten zu kurz war, lässt sich nicht nachholen.

Selbst rechnen: Im Kostenkalkulator stellen Sie Bestattungsart, Feier und alle Extras zusammen und sehen die Summe sofort. Eine Ratenzahlung über bis zu 48 Monate ist möglich.
Organisation

Praktische Fragen, die immer kommen

Wie viel Zeit bleibt für die Planung?

Nach § 13 Abs. 3 BestG NRW muss eine Erdbestattung oder Einäscherung innerhalb von zehn Tagen erfolgen. Bei einer Feuerbestattung ist die Asche innerhalb von sechs Wochen beizusetzen. Das heißt: Eine Erdbestattung muss zügig geplant werden, eine Feuerbestattung gibt Ihnen mehrere Wochen für die Feier. Die Fristen lassen sich auf Antrag bei der örtlichen Ordnungsbehörde verlängern, etwa wenn Angehörige aus dem Ausland anreisen.

Welcher Tag ist günstig?

Freitagvormittag ist in Dortmund der beliebteste Termin und entsprechend früh belegt. Dienstag bis Donnerstag ist meist leichter zu bekommen. Wenn Familie anreisen muss, planen Sie nicht den Montag: Die Anreise am Sonntag ist für viele schwierig.

Was ziehen Gäste an?

Dunkel ist üblich, Schwarz ist nicht Pflicht. Wenn Sie es anders möchten, etwa weil der Verstorbene das gesagt hat, schreiben Sie es in die Einladung. Gäste halten sich daran, wenn sie es wissen. Ohne diesen Hinweis fühlen sie sich unsicher.

Können Gäste etwas spenden statt Blumen?

Ja, das ist häufig und wir richten es ein. Üblich ist ein Hinweis in der Anzeige und ein Korb am Ausgang. Alternativ geht die Spende direkt an den genannten Verein. Wir rechnen das für Sie ab und legen Ihnen die Summe vor.

Was ist mit Angehörigen, die nicht kommen können?

Eine Aufnahme der Rede, Fotos vom Blumenschmuck und das Gästebuch helfen. Wir können die Feier auf Wunsch auch als Tonaufnahme festhalten. Für Angehörige im Pflegeheim oder im Ausland ist das oft das Einzige, was bleibt.

Häufige Fragen

Was Angehörige dazu fragen

Wo findet die Trauerfeier in Dortmund statt?

Am häufigsten in der Kapelle des Friedhofs, auf dem auch die Beisetzung stattfindet. Dazu kommen Kirchen, freie Räume und die Feier draußen am Grab.

Für eine freie Feier ohne festes Zeitfenster bietet sich das Hofgut Middendorf an. Wir besprechen mit Ihnen, was zu Ihrer Familie passt. Den Ort reservieren wir für Sie.

Wie lange dauert eine Trauerfeier?

In einer Friedhofskapelle meist 30 bis 45 Minuten. Die Räume werden im Takt belegt, die Gebühr für den Friedhofsraum bemisst sich in Dortmund in Einheiten von 30 Minuten.

An einem freien Ort bestimmen Sie die Dauer selbst. Zwei Stunden mit Kaffee danach sind dort keine Seltenheit.

Muss eine Trauerfeier kirchlich sein?

Nein. Sie können kirchlich feiern, frei feiern oder ganz auf eine Feier verzichten. Alle drei Wege sind möglich und keiner ist weniger würdig als der andere.

Bei einer freien Feier hält Maiko Maaz die Rede selbst, nach einem ausführlichen Gespräch mit Ihrer Familie. Es kommt kein fremder Redner, der den Verstorbenen nicht kennt.

Kann die Feier auch ohne Gäste sein?

Ja. Eine stille Beisetzung ohne Feier ist möglich, ebenso eine Feier nur im engsten Kreis. Manche Familien halten die Feier auch Wochen später, wenn die erste Zeit vorbei ist und alle anreisen können.

Bei einer Feuerbestattung ist das leicht zu organisieren, weil die Beisetzung der Urne und die Feier zeitlich getrennt sein dürfen.

Dürfen Kinder bei der Trauerfeier dabei sein?

Ja. Wir ermutigen Familien ausdrücklich dazu. Kinder verarbeiten einen Verlust leichter, wenn sie dabei waren, als wenn sie draußen gewartet haben.

Sagen Sie uns vorher, dass Kinder kommen. Wir richten die Feier so ein, dass es für sie nicht zu lang wird. In der Rede sprechen wir so, dass sie folgen können.

Können wir eigene Musik abspielen?

Ja. Lieblingslieder, Aufnahmen vom Verstorbenen, live gespielte Stücke. Wir brauchen die Dateien ein bis zwei Tage vorher, damit die Technik vor Ort geprüft ist.

In Friedhofskapellen ist eine Orgel oder eine Musikanlage vorhanden. Für live gespielte Musik stimmen wir ab, ob der Raum dafür zugelassen ist.

Wer darf bei der Feier sprechen?

Jeder, den Sie darum bitten. Kinder, Enkel, Kollegen, Vereinsfreunde. Wir nehmen die Beiträge in den Ablauf auf und sagen den Menschen vorher, wann sie dran sind.

Wenn jemand sprechen möchte und sich nicht sicher ist, ob er es schafft, halten wir den Text bereit und lesen ihn vor, falls es im Moment nicht geht.

Was kostet eine Trauerfeier in Dortmund?

Die Gebühr für einen Friedhofsraum liegt in Dortmund bei rund 280 Euro für 30 Minuten, Stand 2026. Dazu kommen Blumen, Musik und, wenn Sie möchten, die Trauerrede.

Insgesamt liegt eine schlichte Feier bei 400 bis 700 Euro, eine Feier mit freier Rede, Musik und größerem Blumenschmuck bei 1.000 bis 1.800 Euro. Das sind unverbindliche Richtwerte.

Können wir die Feier vor der Beisetzung halten, wenn der Ort weit weg ist?

Ja. Bei Seebestattung, Waldbestattung und Beisetzungen in den Niederlanden ist das der Normalfall. Die Feier findet in Dortmund statt, damit alle Gäste Abschied nehmen können, die Beisetzung später am gewählten Ort.

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