
Einäscherung in Venlo: der Weg ab Dortmund
Rechtslage auf beiden Seiten der Grenze, Leichenpass, Monatsfrist und was danach erlaubt ist.
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Ein Baum statt eines Grabsteins, keine Grabpflege, keine Gießkanne im Juli. Für Dortmunder Familien gibt es dafür drei verschiedene Wege. Sie unterscheiden sich stärker, als die Namen vermuten lassen.
Bei einer Baumbestattung wird eine biologisch abbaubare Urne an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Eine kleine Namenstafel am Stamm zeigt, wer dort ruht. Auf Wunsch bleibt der Ort auch ganz ohne Namen.
Voraussetzung ist immer die Einäscherung. Eine Sargbeisetzung am Baum ist nicht möglich, weder im Wald noch auf dem Friedhof.
Der häufigste Grund für diese Wahl ist praktisch: Es gibt keine Grabpflege. Niemand in der Familie muss sich verpflichtet fühlen, jede Woche zu gießen oder zu jäten. Gerade wenn die Kinder in Hamburg oder München wohnen, nimmt das viel Druck. Der zweite Grund ist die Atmosphäre. Ein Wald fühlt sich anders an als ein Friedhof. Viele Angehörige sagen uns, dass ihnen der Besuch dort leichter fällt.
Im Gespräch sagen Familien meist einfach „ein Baum". Gemeint sind drei sehr verschiedene Dinge mit unterschiedlichen Regeln, Entfernungen und Kosten.
Ein Baumgrabfeld oder Haingrab auf einem Dortmunder Friedhof. Befestigte Wege, regelmäßige Pflege der Anlage, Ruhezeit meist 20 bis 25 Jahre. Der Ort liegt im eigenen Stadtteil.
RuheForst oder FriedWald außerhalb der Stadt. Naturbelassen, kein Grabschmuck, Nutzungsdauer bis zu 99 Jahre. Sie fahren 25 bis 55 Kilometer, dafür bleibt der Wald Wald.
BaumFrieden in Kerkrade: Die Asche nährt einen jungen Baum, den Sie nach vier bis neun Monaten abholen und selbst einpflanzen. Kein Grab, kein Friedhof, dafür ein Ort, den Sie bestimmen.
| Merkmal | Baumgrab Friedhof | Bestattungswald | Eigener Baum |
|---|---|---|---|
| Entfernung ab Dortmund | im Stadtgebiet | 25 bis 55 km | rund 90 km |
| Nutzungsdauer | 20 bis 25 Jahre | bis zu 99 Jahre | unbefristet, Ihr Eigentum |
| Grabschmuck erlaubt | meist eingeschränkt | nein | Sie entscheiden |
| Befestigte Wege | ja | nein | entfällt |
| Namenstafel | ja | ja, auf Wunsch ohne Namen | nein |
| Grabpflege nötig | nein | nein | Sie pflegen den Baum |
| Öffentlich zugänglich | ja | ja | nein |
Dortmund unterhält rund 30 städtische Friedhöfe. Nicht jeder bietet ein Baumgrabfeld an, aber es sind deutlich mehr geworden. Der Hauptfriedhof in Brackel ist mit etwa 112 Hektar einer der größten Friedhöfe Deutschlands und die größte Grünfläche der Stadt. Dort finden sich neben klassischen Grabfeldern auch Urnenwald- und Haingräber sowie Obstbaumgräber.
Für Familien aus dem Süden der Stadt sind die Friedhöfe in Aplerbeck, Berghofen, Wellinghofen, Schüren und Hörde die naheliegenden Orte. Unser Haus liegt in der Stockholmer Allee in Hörde, von dort sind alle fünf in wenigen Minuten erreichbar. Im Osten kommen Wickede, Sölde und Brackel dazu, im Westen Lütgendortmund, Marten, Oespel und Huckarde, im Norden Mengede und Eving.
Welche Grabarten ein Friedhof führt, entscheidet die Friedhofsverwaltung. Das Angebot wechselt, wenn ein Feld belegt ist oder ein neues angelegt wird. Deshalb lohnt kein Blick in eine alte Liste. Wir fragen für Sie nach, welche Felder gerade frei sind.
Ein Baumgrab im eigenen Stadtteil ist ohne Auto erreichbar. Wer in Aplerbeck wohnt und keinen Wagen mehr fährt, kann den Friedhof an der Schweizer Allee zu Fuß oder mit der Stadtbahn besuchen. Zum RuheForst Cappenberg ginge das nicht. Diese Frage stellt sich selten am Tag der Entscheidung, aber zehn Jahre später sehr wohl.
Wir begleiten Sie zur Auswahl des Baumes und zur Beisetzung. Die Abstimmung mit der Forstverwaltung übernehmen wir.
In Selm-Cappenberg, rund 25 Kilometer nördlich. Alter Buchen- und Eichenbestand am Schloss Cappenberg. Mit dem Auto etwa 30 Minuten über die B 54. Der Wald, den unsere Familien am häufigsten wählen.
Rund 30 Kilometer entfernt, im Osten des Kreises Warendorf. Ruhiger und weniger besucht als Cappenberg, mit gut ausgebauten Hauptwegen.
Rund 55 Kilometer entfernt, am Nordrand des Sauerlands. Für Familien, die eine Verbindung zum Möhnesee haben, etwa durch Jahre am Wasser oder im Verein.

Es gibt eine Form, bei der nicht die Familie zum Baum fährt, sondern der Baum zur Familie kommt. Sie heißt BaumFrieden und findet in Kerkrade in den Niederlanden statt, rund 90 Kilometer von Dortmund.
Die Asche wird dort einem jungen Baum am Wurzelballen beigegeben. Nach vier bis neun Monaten ist er so weit, dass Sie ihn übernehmen können. Danach pflanzen Sie ihn ein: im eigenen Garten, auf dem Grundstück der Familie oder an einem Platz, der dem Verstorbenen wichtig war.
Das ist in Deutschland zulässig, weil die Beigabe der Asche in den Niederlanden erfolgt. Nach Deutschland kommt anschließend ein Baum und keine Urne. Der Friedhofszwang gilt für Aschen, nicht für Pflanzen.
Was Sie in der Familie besprechen sollten: Der Baum ist danach Ihr Eigentum und kein Grab. Wenn Sie umziehen, nehmen Sie ihn mit oder lassen ihn stehen. Einen öffentlichen Ort, an den auch entfernte Verwandte gehen können, gibt es bei dieser Form nicht.
Zwischen dem Sterbefall und der Beisetzung liegen bei einer Feuerbestattung meist zwei bis vier Wochen. Nach § 13 Abs. 3 BestG NRW muss die Einäscherung innerhalb von zehn Tagen erfolgen und die Asche innerhalb von sechs Wochen beigesetzt sein.

Zur Auswahl des Baumes und zur Beisetzung begleiten wir Sie persönlich. Sie stehen dort nicht allein mit dem Förster.
Bei allen drei Formen setzt sich der Preis aus den Leistungen unseres Hauses, den Gebühren des Krematoriums und der Gebühr für den Platz zusammen. Der dritte Posten ist der, in dem sie sich deutlich unterscheiden.
Bei uns rechnen Sie ab 790 Euro Zusatzkosten gegenüber einer Erdbestattung. Darin enthalten sind die Gebühren des Krematoriums, die zweite ärztliche Untersuchung und die Beisetzung im RuheForst.
Dazu kommt die Gebühr für den Baumplatz, die Sie direkt an den RuheForst zahlen. Ein Einzelplatz liegt je nach Baumart und Lage etwa zwischen 800 und 3.500 Euro, ein Familienbaum entsprechend höher. Diese Gebühr deckt die gesamte Nutzungsdauer ab. Danach entstehen keine weiteren Kosten.
Insgesamt liegt eine Waldbestattung ab Dortmund meist zwischen 4.100 und 6.800 Euro, abhängig vor allem vom Baumplatz und von der Trauerfeier.
Hier zahlen Sie die Beisetzungsgebühr und die Nutzungsgebühr der Stadt. Zur Einordnung: Eine Urnenbeisetzung kostet nach dem Gebührentarif der Friedhöfe Dortmund rund 575 Euro, die Nutzung einer Urnengrabstätte über 20 Jahre liegt im Bereich von etwa 1.600 Euro. Baumgrab- und Haingrabfelder bewegen sich in derselben Größenordnung, je nach Feld.
Mit unseren Leistungen und der Feuerbestattung kommen Sie damit in der Regel auf 3.800 bis 5.500 Euro. Der Vorteil gegenüber dem Wald liegt in der Nähe, der Nachteil in der kürzeren Ruhezeit.
Insgesamt rechnen Sie je nach Wunsch mit 3.500 bis 5.000 Euro, Urne und Trauerfeier eingeschlossen. Dazu kommt das Grundpaket von BaumFrieden für 1.595 Euro mit Baum, Beigabe der Asche und Übergabe in Kerkrade. Die Teilnahme an der Beigabe kostet 250 Euro, die Lieferung des Baums nach Deutschland ebenfalls 250 Euro. Friedhofsgebühren fallen nicht an.
Alle Zahlen sind unverbindliche Richtwerte, Stand Oktober 2026. Sie bekommen von uns vor jeder Entscheidung eine schriftliche Aufstellung für Ihren Fall.
25 Kilometer nach Cappenberg sind heute eine halbe Stunde. In fünfzehn Jahren sitzt vielleicht niemand mehr in der Familie am Steuer, der die Strecke fahren möchte. Wer regelmäßige Besuche einplant, sollte das in Ruhe durchdenken.
Kein Stein, keine Pflanzen, keine Laterne. Für manche ist das die Erleichterung, für andere fehlt damit das, was Trauer sichtbar macht. Wenn jemand in der Familie gern pflanzt und pflegt, nehmen Sie dieser Person mit dem Wald etwas weg.
Im Bestattungswald sind bis zu 99 Jahre möglich, auf dem Friedhof sind es meist 20 bis 25 Jahre mit der Möglichkeit zu verlängern. Wer möchte, dass die Ruhestätte über die eigene Generation hinaus besteht, hat im Wald den längeren Horizont.
Wir sagen Ihnen im Gespräch, welche Form zu Ihrer Familie passt, auch wenn das am Ende die ist, die uns weniger Arbeit macht.
Der RuheForst Cappenberg in Selm-Cappenberg, rund 25 Kilometer nördlich von Dortmund. Mit dem Auto sind Sie in etwa 30 Minuten dort. Es ist der Wald, den unsere Familien am häufigsten wählen.
Danach kommt der RuheForst Ahlen mit rund 30 Kilometern und der FriedWald Möhnesee mit rund 55 Kilometern.
Ja. Einzelne Dortmunder Friedhöfe bieten Baumgrabfelder und Haingräber an, der Hauptfriedhof in Brackel führt zusätzlich Obstbaumgräber. Das Angebot unterscheidet sich von Friedhof zu Friedhof und ändert sich, wenn Felder belegt sind.
Wir fragen für Sie bei der Friedhofsverwaltung nach, welche Felder gerade frei sind. Die Gebühren nennen wir Ihnen dazu. Das ist ein Anruf, den Sie nicht selbst führen müssen.
Im Bestattungswald nicht. Der Wald soll naturbelassen bleiben, deshalb ist Grabschmuck dort nicht erlaubt. Ein Blumenstrauß am Tag der Beisetzung ist möglich, wird danach aber entfernt.
Auf einem Baumgrabfeld in Dortmund gelten die Regeln des jeweiligen Friedhofs. Meist ist ein kleines Gesteck an der Namensplatte erlaubt. Wenn Ihnen Kerzen und Blumen wichtig sind, passt ein Rasengrab mit Namensplatte besser.
Im Bestattungswald in der Regel nicht. Die Wege sind unbefestigt, bei Regen weich und im Winter rutschig. Für Angehörige mit Rollator oder Rollstuhl ist das oft zu viel.
Auf den Dortmunder Friedhöfen sind die Hauptwege befestigt und mit dem Auto erreichbar. Wer regelmäßige Besuche älterer Angehöriger einplanen muss, ist dort besser aufgestellt.
Ja. Ein Familienbaum im RuheForst bietet je nach Größe Platz für bis zu zehn Urnen. Viele Paare entscheiden sich dafür. Die Nutzungsdauer beginnt mit dem Kauf und läuft für alle gemeinsam.
Auf Dortmunder Baumgrabfeldern gibt es meist Einzelplätze, in einigen Feldern auch Plätze für zwei Urnen.
Ja. Wir empfehlen das sogar. Sie fahren mit dem Förster durch den Wald, suchen den Baum aus und legen die Nummer fest. Wir halten das in Ihrem Vorsorgevertrag fest, damit Ihre Familie später weiß, wohin.
Für den Weg in den Wald kommen wir mit. Sie stehen dort nicht allein mit dem Förster.
Der RuheForst garantiert die Ruhestätte für die gesamte Nutzungsdauer. Fällt ein Baum durch Sturm oder Krankheit, bleibt die Stelle bestehen und wird gekennzeichnet. Der Wald wird während der Nutzungszeit nicht forstwirtschaftlich abgeholzt.
Bei der Waldbestattung ruht die Asche an den Wurzeln eines Baumes, der schon im Wald steht. Der Ort ist öffentlich zugänglich und bleibt es für die gesamte Nutzungsdauer.
Bei BaumFrieden in Kerkrade wächst ein junger Baum mit der Asche am Wurzelballen heran. Nach vier bis neun Monaten übernehmen Sie ihn und pflanzen ihn dort ein, wo Sie möchten. Dafür gibt es dann aber keinen Friedhof, auf den entferntere Verwandte gehen können.
Ja, bei allen drei Formen. Zugelassen sind Urnen aus Maisstärke, Zellulose, Holz oder Ton. Eine Urne aus Metall oder lackiertem Material darf nicht an die Wurzeln.

Rechtslage auf beiden Seiten der Grenze, Leichenpass, Monatsfrist und was danach erlaubt ist.
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Beitrag lesenWir erklären jede Möglichkeit und sagen offen, was sie kostet. Das Beratungsgespräch ist kostenfrei und verpflichtet zu nichts.
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